Scherer, Ronny & Tiemann, Rüdiger

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2009

Der Erwerb komplexer Problemlösekompetenz zur erfolgreichen Bearbeitung dynamischer Aufgabenstellungen ist eines der Ziele des Chemieunterrichts. Die Erhebung zeitlicher Entwicklungen dieser Kompetenz stellt jedoch ein Forschungsdesiderat dar. Basierend auf dem Modell von Koppelt und Tiemann (2008) werden computerbasierte Diagnoseinstrumente entwickelt, mit denen die Kompetenz in den Jahrgangsstufen 8, 10 und 12 an Berliner Gymnasien (N = 350 pro Jg.) erhoben werden soll. Ziel der Querschnittstudie ist die qualitative und quantitative Analyse von Kompetenzentwicklungen innerhalb der Sekundarstufe I und am Übergang zur Sekundarstufe II. Die Aufgaben sind in einem Common-Item-Design realisiert und fokussieren auf das Basiskonzept „Struktur-Eigenschaftsbeziehung“ der Bildungsstandards. Methoden des Vertical Scalings erlauben dabei Vergleiche der Kompetenzausprägungen zwischen den Klassenstufen. Im Poster werden Aufgaben zur Erhebung der Problemlösekompetenz aus dem Inhaltsbereich „Bausteine makromolekularer Stoffe“ (Jg. 10, 12) vorgestellt und ein Gesamtüberblick des Projekts gegeben.

 

Referenz:
Scherer, R. & Tiemann, R. (2010). Die Entwicklung komplexer Problemlösekompetenz im Chemieunterricht (EnkoPro-Studie). In: D. Höttecke (Hrsg.), Entwicklung naturwissenschaftlichen Denkens zwischen Phänomen und Systematik (S. 428-430). Münster: LIT-Verlag.