Boczianowski, Franz & Schön, Lutz-Helmut

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2007

Betrachtet man den Unterricht von der Grundschule bis zum Studium, so ist festzustellen, dass Pfeile, Zeiger und Vektoren in verschiedenen Fächern und nahezu sämtlichen Klassenstufen zu finden sind. Aus dem einfachen Pfeilsymbol wird über die Jahre ein Vektorkonzept entwickelt, das ein unersetzliches, mathematisches Werkzeug der Physik darstellt. In der Mittelstufe werden im Mechanikunterricht Pfeile mit der dazugehörigen geometrischen Addition gewöhnlich im Zusammenhang mit der Kraft eingeführt. Es stellt sich die Frage, wie sich am besten ein Metawissen über Vektoren erzeugen lässt, damit kumulatives Lernen mit Vektoren möglich wird. \nAuf dem Poster wird die quasiexperimentelle Feldstudie vorgestellt (8. Klassenstufe, drei Versuchsgruppen, eine Vergleichsgruppe). Die Versuchsgruppen erlernen den Umgang mit Pfeilen über 1.) eine physikalische Anwendung (Geschwindigkeitspfeile) 2.) zwei Anwendungen (Geschwindigkeits- und Kraftpfeile) 3.) ohne physikalische Anwendung. Ein Vor- und ein Nachtest sind konstruiert worden. Die Pilotstudie ist voraussichtlich Mitte 2007 abgeschlossen.

 

Referenz:
Boczianowski, F. & Schön, L.-H. (2008). Konzeptuelles Verständnis von Vektoren in der Mittelstufe - Eine Studie. In: D. Höttecke (Hrsg.), Kompetenzen, Kompetenzmodelle, Kompetenzentwicklung (S. 338-340). Münster: LIT-Verlag.