Murmann, Lydia & Krumbacher, Christina

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2007

Ebenso wenig wie der Grundschüler im Sinne von exakter Wissenschaft angemessen zu fragen versteht, ist er imstande, im Sinne von Wissenschaft angemessen zu antworten (Schietzel 1984, 117), "... nur im Scherz kann man das Kind einen "kleinen Naturforscher" nennen" (122), "Schon Kindergartenkinder können, zwischen Theorie und Evidenz differenzieren, wenn ..." (Sodian et al. 2006, 149). Fähigkeiten und Strategien und insbesondere die Abwesenheit bestimmter methodischer Vorgehensweisen und Verständnisse von Kindern und Jugendlichen beim Experimentieren sind auf der Basis empirischer Erhebungen beschrieben worden. Im Vortrag wird auf der Basis empirischer Erhebungen eine Rekonstruktion der Eigenlogik und der Motive praktisch-experimenteller Erkundungen von Kindern versucht, die auf die Fundierung didaktischer Konsequenzen abzielt. Leitend ist die Annahme, dass eine Didaktik des Experimentierens der Weiterentwicklung vorhandener Fähigkeiten hin zu selbstständiger Prozesssteuerung und bildungsorientierten, d.h. das Welt- und Selbstverhältnis betreffenden, Lernentwicklungen bei praktisch-experimentellen Untersuchungen dienen soll.

 

Referenz:
Murmann, L. & Krumbacher, C. (2008). Intuitive Strategien der praktisch-experimentellen Erkenntnisgewinnung. In: D. Höttecke (Hrsg.), Kompetenzen, Kompetenzmodelle, Kompetenzentwicklung (S. 299-301). Münster: LIT-Verlag.