Gromadecki, Ulrike, Mikelskis-Seifert, Silke & Duit, Reinders

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2007

Aufbauend auf den theoretischen Arbeiten von Kopperschmidt wird ein Modell des "naturwissenschaftlichen Argumentierens" konstruiert, das die naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen ergänzt. Ein Argument wird hierbei allgemein als die Stützung einer Behauptung durch einen Geltungsgrund definiert. Der jeweilige Geltungsgrund einer Behauptung muss dabei gültig, geeignet und relevant sein, damit das Argument auch für andere gültig und überzeugend ist. Der theoretische Ansatz ist für einen Multiple Choice (MC) Test operationalisiert, der mit 16 physikalischen Aufgaben diejenigen Geltungsgründe abfragt, die Sechstklässler in Brandenburg am überzeugendsten finden. Die Untersuchung ist in das BMBF-Projekt Physik im Kontext (piko) integriert und wurde im Sommer 2006 mit ca. 350 Sechstklässlern durchgeführt. In dem Vortrag werden die Ergebnisse des MC-Test vorgestellt und die Zusammenhänge mit zusätzlich erhobenen Erklärungsvariablen (z.B. Schülerselbstbild, Schülerinteresse, Nature-of-Science-Konzept, Schulnoten und Unterrichtsstil) erläutert.

 

Referenz:
Gromadecki, U., Mikelskis-Seifert, S. & Duit, R. (2008). Welche Geltungsgründe sind für Sechstklässler bei Argumentationen in physikalischen Kontexten überzeugend?. In: D. Höttecke (Hrsg.), Kompetenzen, Kompetenzmodelle, Kompetenzentwicklung (S. 275-277). Münster: LIT-Verlag.