Notarp, Hendrik, Neumann, Knut, Kauertz, Alexander & Fischer, Hans E.

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2008

Vor dem Hintergrund zunehmend output-orientierter Lehrpläne sind Schulbücher ein relevanter Indikator für die Sachstruktur im Unterrichtsalltag. Merzyn (1994) zeigt, dass Schulbücher zur Unterrichtsvorbereitung und -durchführung genutzt werden. Kenntnisse über die Sachstruktur sind notwendig, um die Kontentvalidität von Large-Scale-Assessments zu sichern. Nach Mikelskis (2006) existieren jedoch kaum aktuelle empirische Befunde zu Physikschulbüchern. Concept-Maps eignen sich besonders für eine Strukturanalyse (Chiappetta et al.,1991). Ein Verfahren zum Mapping von Lehrplänen (Neumann et al., 2007) wird erweitert und auf Schulbücher angewandt. Allgemeine Strukturparameter (z.B. Zentralität) von Concept-Maps werden zur Beschreibung der Bücher herangezogen. Sie erlauben Rückschlüsse auf die zu erwartende Sachstruktur des Unterrichts und ermöglichen die Konstruktion inhaltsvalider Tests. Im Vortrag wird ein Modell für Kontentvalidität abgeleitet und das Mapping diskutiert. Die empirischen Werte für vier Schulbücher aus verschiedenen Verlagen werden vorgestellt, interpretiert und verglichen.

 

Referenz:
Notarp, H., Neumann, K., Kauertz, A. & Fischer, H. E. (2009). Kontentvalidität von Tests über Sachstrukturen von Physikschulbüchern. In: D. Höttecke (Hrsg.), Chemie- und Physikdidaktik für die Lehramtsausbildung (S. 137-139). Münster: LIT-Verlag.